Zwei Lottchen. Eine Geschichte. Ein Abendgespräch zur Bücherverbrennung

1933 verbrannten die Nationalsozialisten die Kästners Bücher. 2026 ging bei dem gezielten russischen Drohnenangriff auf den Ranok-Verlag in Charkiw fast die gesamte Auflage der kurz zuvor erschienen ukrainische Übersetzung von „Das doppelte Lottchen“ in Flammen auf. Warum wendet sich ein ukrainischer Verlag gerade jetzt einem Werk aus 1949 zu? Wie aktuell ist dieses Buch? Und was bedeutet es, Kästner zu übersetzen, wenn die Bücher wieder verbrannt werden? Darüber spricht Mariia Vachko. Mariia übersetzte „Das doppelte Lottchen“ in Dresden als Stipendiatin des Kulturfonds des Freistaates Sachsen. Am 27. Juli 2025 erzählte sie im Kästner-Haus von dem Aufschwung der ukrainischen Buchbranche. Über einem Jahr berichtet sie über die Verluste der Verleger und Möglichkeiten, sie zu unterstützen. Nach der Veranstaltung kann man die durch das Feuer beschädigte Bücher sowie einige erhaltene Exemplare von „Das doppelte Lottchen“ erwerben. Außerdem kann man für den Wiederaufbau des ukrainischen Verlags Ranok spenden.
📍 Ukrainisches Haus Neumarkt 2, 01067 Dresden QF Passage, 1.UG