Ukrainisches Haus – ein Zuhause in Dresden

Viele Ukrainerinnen und (einige wenige) Ukrainer haben ihr Land, ihre Heimat zurückgelassen – für den Moment gar verloren. Kinder, Mütter, Geschwister, Großmütter, Senioren waren gezwungen ihr Zuhause fluchtartig zu verlassen. Sie fanden sich wieder in einem fremden Land, in einem für sie völlig fremden Umfeld nur mit einem Rucksack, Koffer oder manchmal nur mit einer Plastiktüte in der Hand – mit dem Nötigsten, mit dem Griffbereitesten. All das was ein Zuhause zu einem solchem macht, ist in der Ukraine geblieben – das Vertraute, die Bücher, die eigenen vier Wände voller Erinnerungen.  

Genau dieses beklemmende Gefühl hat in uns die Idee eines ukrainischen Hauses in und für Sachsen, in der Landeshauptstadt Dresden, hervorgerufen. Ein sicherer Ort – ein Raum, um Freunde  zu  finden,  ein  Raum,  um  seelische  Fürsorge  zu  erhalten,  ein  Raum,  um  eine Arttherapie zu machen, um mit dem Deutsch-Lernen zu beginnen oder für die Kinder, um zusätzlich  weiterhin  Ukrainisch  zu  lernen,  um  kulturelle  Ausstellungen  zu  veranstalten, schriftstellerisch tätig zu sein, zu tanzen und zu singen – all das zu tun was hilft – hilft, um zu vergessen, um wieder zu sich zu finden, um wieder nach vorne, in die Zukunft zu sehen. Wir wollen ein Zuhause schaffen, ein gemeinsames schützendes Dach für die Tausenden Ukrainer, die  vor  dem  Angriffskrieg  Russlands  fliehen  mussten.  Wir  wollen  einen  Ort  des Zusammentreffens und Austausches  schaffen,  wo  sich Deutsche  und  Ukrainer  treffen und  zugleich über sowie von einander lernen können – über die jeweilige Kultur, die Sprache und  die Traditionen. Es soll für jene da sein, die schon etliche Jahre hier leben und solche, die erst  vor einigen Tagen ankamen, für die Einheimischen wie auch für die ukrainischen Geflüchteten.  Ein Hafen, ein Haus, ein Zuhause für Kultur, Kunst, Medien, Integration, Literatur und zugleich  ein Dach unter dem sich alle versammeln können – Kinder und Erwachsene, Aktivisten und Freiwillige sowie alle, die Hilfe brauchen und die Hilfe bieten. 

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