Ukraine im Fokus

Warum sprechen so viele Ukrainer:innen, insbesondere diejenigen, die nach dem 24. Februar 2022 aus der Ukraine geflohen sind, Russisch? Und existieren tatsächlich sprachliche Konflikte innerhalb der Ukraine, die durch interne und externe politische Konflikte bestimmt sind? Antworten auf diese Fragen wird ein wissenschaftlicher Vortrag mittels diachroner Untersuchungen zur Sprachenpolitik und Sprachideologien durch die Slawistin Marianna Novosolova darlegen.
Sie wird mittels diachroner Untersuchungen zur Sprachenpolitik und Sprachideologien darlegen, wie diese mindestens ab der Mitte des 19. Jahrhunderts auf dem Gebiet der heutigen Ukraine beginnen zu wirken, als diese noch Teil der Habsburgermonarchie und des Russischen Reiches war. Im Vortrag werden alle relevanten sprachlichen Prozesse und Problemfelder kurz skizziert und diskutiert, darunter historische Repressionen gegen die ukrainische Sprache, sprachlicher Imperialismus, Sprachideologien und Spracheinstellungen in der Dynamik, die Sprachverwendung im Verlauf der letzten 10 Jahre sowie die Instrumentalisierung der Sprachenfrage in der (Ost)Ukraine.
Auf den Vortrag folgt eine Fragerunde mit dem Publikum. Die Veranstaltung wird gerahmt durch eine musikalische Begleitung.
Über die Referentin:
Marianna Novosolova wurde in der ostukrainischen Stadt Donezk geboren und erwarb einen Master-Abschluss in Journalismus an der Nationalen Universität Donezk. Ihre ersten Untersuchungen im Bereich der Mediendiskurse führte sie zu linguistischen Fragestellungen, an denen sie seit 2012 am Institut für Slavistik der Technischen Universität Dresden zuerst als wissenschaftliche Hilfskraft und später als wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitet.
Moderation: Katja Pietrusky, Slawistin (M.A.)
Der Eintritt ist frei.
Wann: 2. November 2023, 18:45 Uhr
Wo: Ukrainisches Haus, QF-Passage, UG, Neumarkt 2, 01067 Dresden
Um Anmeldung wird gebeten unter: info@plattform-dresden.de

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