Ukrainisches Haus feiert Geburtstag – und bittet um Unterstützung: „Wir wollen, dass dieser Ort bleibt!“

Plattform Dresden e. V. startet Spendenaktion zum Geburtstag des Ukrainischen Hauses. Ab Januar 2027 fehlt eine gesicherte Finanzierung für den Erhalt des Begegnungsortes.

Dresden. Am 7. November feiert das Ukrainische Haus in Dresden Geburtstag. Seit seiner Gründung ist es zu einem wichtigen Treffpunkt für die ukrainische Community und zu einem offenen Ort der Begegnung für Menschen unterschiedlicher Herkunft geworden. Doch während der Verein auf die vergangenen Jahre und zahlreiche gemeinsame Aktivitäten zurückblickt, ist seine Zukunft bedroht: Ab Januar 2027 gibt es nach aktuellem Stand keine gesicherte Finanzierung mehr für die laufenden Projekte. Auch die Finanzierung der Miete für die Räumlichkeiten ist damit nicht gewährleistet.

Anlässlich des Geburtstags startet der Trägerverein Plattform Dresden e. V. deshalb eine Spendenaktion. Ziel ist es, die Miete des Ukrainischen Hauses zu sichern und kleinere Projekte und regelmäßige Angebote auch unabhängig von einer Projektförderung fortführen zu können.

„Das Ukrainische Haus ist für viele Menschen längst mehr als ein Veranstaltungsort. Es ist ein Stück Heimat, ein Ort der Gemeinschaft, der Unterstützung und des Austauschs. Hier entstehen Freundschaften, Menschen finden Anschluss, Kinder können ihre Sprache und Kultur erleben und ältere Menschen kommen aus der Isolation. Wir wollen nicht hinnehmen, dass dieser Ort aus finanziellen Gründen seine Türen schließen muss“, erklärt der neue Vorstand von Plattform Dresden e. V.

Das Angebot des Ukrainischen Hauses ist vielfältig und richtet sich an unterschiedliche Generationen: Das Kinderprojekt „Dolonky“ schafft Raum für Begegnung, Kreativität und gemeinsames Lernen. Die Bibliothek, Buchclubs und Seniorentreffs ermöglichen kulturellen Austausch und soziale Kontakte. Hinzu kommen Sprach- und Bildungsangebote, Informationsveranstaltungen, Workshops sowie zahlreiche Begegnungsformate. Das Haus bringt Menschen zusammen, unterstützt Integration und macht ukrainische Kultur und Lebensrealitäten in Dresden sichtbar.

Wie wichtig dieser Ort ist, zeigt auch die große Resonanz: Nach Angaben des Vereins besuchen monatlich rund 500 Menschen das Ukrainische Haus. Es ist damit ein wichtiger Anlaufpunkt für die ukrainische Gemeinschaft in Dresden und Umgebung, steht aber ebenso Dresdnerinnen und Dresdnern anderer Herkunft offen.

Neuer Vorstand will das Ukrainische Haus erhalten

Auch innerhalb des Vereins gab es zuletzt wichtige Veränderungen. Nachdem der bisherige Vorstand seine Arbeit unter großer persönlicher Belastung nicht fortsetzen konnte, wurde ein neuer, siebenköpfiger Vorstand gewählt. Die Verantwortung soll damit auf mehr Schultern verteilt werden. Das gemeinsame Ziel ist klar: Plattform Dresden e. V. soll erhalten bleiben und das Ukrainische Haus auch künftig ein lebendiger Ort für die Menschen in Dresden sein.

Parallel zur Spendenaktion bemüht sich der Verein um neue Fördermittel und entwickelt weitere Projektideen. Doch Förderanträge brauchen Zeit und bieten keine Garantie für eine verlässliche Finanzierung der laufenden Kosten. Gerade die Miete und kleinere, regelmäßig stattfindende Angebote lassen sich nicht ohne Weiteres über einzelne zeitlich begrenzte Projekte absichern.

„Wir haben einen neuen Vorstand, viele Ideen und vor allem den gemeinsamen Willen, weiterzumachen. Was uns aktuell fehlt, ist eine verlässliche finanzielle Grundlage. Deshalb bitten wir die Dresdnerinnen und Dresdner, Unternehmen, Institutionen und alle Menschen, denen das Ukrainische Haus am Herzen liegt, um Unterstützung. Jeder Beitrag hilft – ob als einmalige Spende oder als regelmäßige Unterstützung“, so der Vorstand.

Jede Spende hilft, das Ukrainische Haus zu erhalten

Mit der Spendenaktion möchte Plattform Dresden e. V. möglichst viele Menschen erreichen. Neben finanziellen Beiträgen helfen auch das Teilen des Spendenaufrufs, neue Kooperationen und die Vermittlung weiterer Unterstützerinnen und Unterstützer.

Das Anliegen des Vereins ist einfach: Das Ukrainische Haus soll auch in Zukunft ein Ort bleiben, an dem Menschen willkommen sind, Unterstützung finden, sich begegnen und gemeinsam aktiv werden können.

Dem neuen Vorstand gehören an:

Dr. Annalena Schmidt (Vorstandsvorsitzende), Nataliya Heletiy-Luka (stellvertretende Vorstandsvorsitzende), Gunnar Bock (Schatzmeister), Natalija Bock (Beisitzerin) Martin Walther (Beisitzer), Olga Andreyeva (Beisitzerin), Manuela Stascheit (Beisitzerin)

 

Spendenkonto:

PLATTFORM Dresden e. V.
Ostsächsische Sparkasse Dresden
IBAN: DE41 8505 0300 0221 2286 24
BIC: OSDDDE81XXX
Verwendungszweck: Spende – Ukrainisches Haus

Weitere Informationen: https://plattform-dresden.de/

Spendenquittungen können ausgestellt werden.

 

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